Erfahrung aus zahlreichen kommunalen Projekten zur Stärkung der ärztlichen Versorgung
Kommunale MVZ sind keine Standardprojekte. Sie verbinden ärztliche Versorgung, Kommunalrecht, Zulassungsfragen, Wirtschaftlichkeit, Personalgewinnung, politische Entscheidungsprozesse und laufende Betriebsführung. Dostal & Partner bringt Erfahrung aus zahlreichen kommunalen Projekten ein – von der ersten Machbarkeitsprüfung bis zur operativen Steuerung.
360+
Kunden in
zehn Jahren
Vertrauen, das wächst –
Partnerschaften, die bleiben.
400+
Teilnehmende an
Seminaren seit 2019
Wissen teilen.
Kompetenzen stärken.
rund jedes 3.
kommunale
MVZ begleitet
Unsere Expertise für die Gesundheitsversorgung.
seit 2015
Partner für nachhaltige
Primärversorgung
Erfahrung, die sich seit 2015 bewährt hat.
Diese Zahlen und weitere Informationen finden Sie auch in unserer Imagebroschüre
11
MVZ in Verwaltung
Wissen teilen.
Kompetenzen stärken.
95
Machbarkeitsstudien
Wissen teilen.
Kompetenzen stärken.
Unser Team hat bereits rund ein Drittel aller kommunalen MVZ in Deutschland begleitet.
Referenzen
Erfolgreiche MVZ-Gründungen von Kommunen
Kommunale MVZ entstehen immer aus konkreten Versorgungssituationen vor Ort. Mal droht der Verlust einer Hausarztpraxis, mal fehlen Nachfolger, mal müssen mehrere Kommunen gemeinsam handeln, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern. Die folgenden Projektbeispiele zeigen unterschiedliche Ausgangslagen – und wie daraus tragfähige kommunale Versorgungsstrukturen entstanden sind.
Klettgau – vom drohenden Versorgungsproblem zum leistungsfähigen kommunalen Gesundheitszentrum
Die Gemeinde Klettgau an der Schweizer Grenze reagierte frühzeitig auf unsichere Praxisnachfolgen und den zunehmenden Ärztemangel im ländlichen Raum. Dostal & Partner begleitet das Projekt seit 2022 – von einer ersten Machbarkeitsstudie, über Gespräche mit potenziell interessierten Ärzten bis hin zum Gründungsbeschluss und der darauffolgenden Inbetriebnahme. Heute arbeiten im MVZ Klettgau vier Ärzte und rund 25 MFA auf zwei Stockwerken. Das MVZ versorgt mehr als 10.000 Patienten und leistet rund 15.000 Behandlungen pro Jahr.
Marienmünster – erstes kommunales MVZ in Westfalen-Lippe wächst weiter
Projekt ansehenAus einer drohenden hausärztlichen Versorgungslücke entstand in Marienmünster ein wachsendes kommunales MVZ. Dostal & Partner begleitete das Projekt von Beginn an umfassend. Heute arbeiten im MVZ ein Neurologe, drei Hausärzte und eine Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin. Derzeit entsteht ein Neubau für rund 2,6 Mio. Euro mit Platz für fünf Ärzte; der Umzug ist für Oktober 2026 geplant.
Amrum – drei Inselgemeinden sichern gemeinsam die hausärztliche Versorgung
Projekt ansehenDie Gemeinden Nebel, Norddorf und Wittdün gründeten gemeinsam die MVZ Amrum gGmbH, um die hausärztliche Versorgung auf der Insel langfristig zu sichern. Dostal & Partner wurde nach einem Vergabeverfahren mit Geschäftsführung und Management beauftragt. Seit der Inbetriebnahme zum 1. Juli 2025 ist Gabriele Dostal Geschäftsführerin des MVZ. Das vertraute Praxisteam blieb erhalten; parallel entsteht in Wittdün ein neuer MVZ-Standort, dessen Eröffnung für Anfang 2027 vorgesehen ist.
Neiße-Weißer Schöps – zwei Gemeinden gründen erstes kommunales MVZ in Sachsen
Projekt ansehenDie Gemeinden Krauschwitz und Rietschen gründeten gemeinsam das erste kommunale MVZ im Freistaat Sachsen. Dostal & Partner begleitete das Projekt von Anfang an und übernimmt mit Gabriele Dostal die Geschäftsführung. Neben der hausärztlichen Versorgung wurden auch kinderärztliche und zahnärztliche Perspektiven mitgedacht und sollen mittelfristig weiterverfolgt werden.
Leistungen im Überblick
Machbarkeitsstudien
Fundierte Analysen zur Bedarfslage, Standortwahl und Wirtschaftlichkeit. Die Basis für sichere Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.
Primärversorgungszentren & Netzwerke
Planung und Begleitung von Primärversorgungszentren und regionalen Versorgungsnetzwerken. Für starke Kooperationen und kurze Wege.
Neue Versorgungsmodelle
Entwicklung innovativer Modelle für eine zukunftsfeste Versorgung. Bedarfsorientiert, digital gestützt und sektorenübergreifend.
Kommunale MVZ
Aufbau und Weiterentwicklung kommunaler Medizinischer Versorgungszentren. Von der Konzeptentwicklung bis zum erfolgreichen Betrieb.
Der Weg zum kommunalen MVZ
Von der ersten Versorgungsanalyse bis zum laufenden Betrieb
Ein kommunales MVZ entsteht selten aus einer einzigen Entscheidung. Meist beginnt der Prozess mit Warnsignalen: Ärzte kündigen ihren Ruhestand an, Praxisnachfolger fehlen, Patienten finden keine Termine mehr oder der Gemeinderat erwartet Antworten. Dostal & Partner begleitet Kommunen strukturiert durch diesen Prozess – von der ersten Analyse bis zur Inbetriebnahme und laufenden Steuerung.
Phase 1: Problem erkennen
1. Schritt — Warnsignale erkennen
Die Kommune erkennt: Die ärztliche Versorgung wird nicht mehr selbstverständlich durch den Markt gesichert.
Am Anfang steht häufig eine konkrete Sorge: Ärzte kündigen ihren Ruhestand an, Praxisnachfolger fehlen, bestehende Praxen sind überlastet oder der Versorgungsgrad sinkt. Gleichzeitig steigt der politische Druck, weil Bürger eine wohnortnahe ärztliche Versorgung erwarten.
Ruhestand bestehender Ärzte · fehlende Praxisnachfolger · sinkender Versorgungsgrad · überlastete Praxen · politische Erwartungshaltung · Bürgerbeschwerden
2. Schritt — Versorgungslage analysieren
Vor einer Lösung braucht es ein belastbares Bild der Versorgungslage.
Bevor über ein MVZ entschieden wird, braucht die Kommune ein realistisches Bild der Versorgungslage. Dazu gehören vorhandene Arztsitze, Altersstruktur der Ärzte, Fachrichtungen, Einzugsgebiet, Patientenströme, Nachbarkommunen und bestehende Praxisstrukturen.
Arztsitze · Altersstruktur · Fachrichtungen · Einzugsgebiet · Versorgungsgrad · Nachbarkommunen · bestehende Praxen
Phase 2: Entscheidung vorbereiten
3. Schritt — Machbarkeit prüfen
Die Machbarkeitsstudie zeigt, ob ein kommunales MVZ tragfähig und umsetzbar ist.
Eine Machbarkeitsstudie beantwortet zentrale Fragen, ob ein kommunales MVZ am jeweiligen Standort sinnvoll, tragfähig und umsetzbar ist. Geprüft werden medizinische, wirtschaftliche, rechtliche und organisatorische Faktoren.
Bedarf · Ärztepotenzial · Praxisübernahme · Kosten · Risiken · Rechtsform · KV-Anforderungen · Alternativen
4. Schritt — Politische Entscheidung vorbereiten
Die Kommune braucht eine belastbare Grundlage für Verwaltung, Politik und Aufsicht.
Ein kommunales MVZ braucht eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Verwaltung, Bürgermeister, Gemeinderat, Kämmerer und Aufsicht. Dazu gehören Beschlussvorlagen, Wirtschaftlichkeitsplanung, Risikoanalyse, Finanzierungsbedarf und eine verständliche Darstellung der Handlungsoptionen.
Beschlussvorlagen · Wirtschaftlichkeitsplanung · Risikoanalyse · Finanzierungsbedarf · Gemeinderat/Stadtrat · Kämmerer · Kommunalaufsicht
Phase 3: Umsetzung sichern
5. Schritt — Trägerstruktur und Zulassung klären
Das MVZ benötigt eine rechtlich, wirtschaftlich und zulassungsseitig tragfähige Struktur.
Nach der Grundsatzentscheidung müssen Struktur und Zulassung vorbereitet werden. Dazu gehören Gesellschaftsform, kommunalrechtliche Anforderungen, KV-Zulassung, Arztsitze, ärztliche Leitung, Sicherheitsleistung, Rückbesicherung und Verträge.
Gesellschaftsform · kommunalrechtliche Anforderungen · KV-Zulassung · Arztsitze · ärztliche Leitung · Sicherheitsleistung · Verträge
6. Schritt — Ärzte und Personal gewinnen
Ein kommunales MVZ muss für Ärzte und Praxisteams ein attraktiver Arbeitsplatz sein.
Ein kommunales MVZ funktioniert nur, wenn es für Ärzte und Praxisteams attraktiv ist. Entscheidend sind geregelte Arbeitszeiten, angemessene Vergütung, Entlastung von Verwaltung, gute Praxisorganisation, ein stabiles MFA-Team und klare Verantwortlichkeiten.
Anstellung statt Praxisrisiko · geregelte Arbeitszeiten · Vergütung · Entlastung von Verwaltung · MFA-Team · Vertretung · moderne Praxisorganisation
7. Schritt — Inbetriebnahme vorbereiten
Die Inbetriebnahme entscheidet, ob aus dem Konzept ein funktionierender Praxisbetrieb wird.
Vor dem Start muss aus dem Konzept ein funktionierender Praxisbetrieb werden. Räume, IT, Telefonie, Abrechnung, Personalprozesse, Terminorganisation, Patientenkommunikation, Datenschutz, Buchhaltung und Berichtswesen müssen rechtzeitig vorbereitet sein.
Räume · IT · Telefonie · Abrechnung · Personalprozesse · Terminorganisation · Patientenkommunikation · Datenschutz · Buchhaltung · Berichtswesen
Phase 4: Betrieb steuern
8. Schritt — Betrieb steuern und weiterentwickeln
Nach der Gründung beginnt die eigentliche Steuerungsarbeit.
Nach der Gründung beginnt die eigentliche Steuerungsarbeit. Ein kommunales MVZ braucht laufendes Controlling, Liquiditätsplanung, Fallzahlsteuerung, Abrechnungsprüfung, Personalführung, Arztbindung, regelmäßige Berichte an die Kommune und eine strategische Weiterentwicklung des Angebots.
Controlling · Liquiditätsplanung · Fallzahlen · Abrechnung · Personalführung · Arztbindung · Berichtswesen · Weiterentwicklung
Dostal & Partner begleitet Kommunen nicht nur bei der Konzeption, sondern auch bei Gründung, Zulassung, Inbetriebnahme und laufender Steuerung kommunaler MVZ. So entsteht aus einer Versorgungssorge ein tragfähiges kommunales Versorgungsmodell.
Stimmen aus kommunalen Projekten
In unseren Gesprächen mit Bürgermeistern, Landräten und kommunalen Projektverantwortlichen steht eine Frage im Mittelpunkt: Wie kann eine bedarfsgerechte und wohnortnahe Primärversorgung langfristig gesichert werden? Die Lösungswege unterscheiden sich je nach Region – einige führen zur Gründung eines kommunalen MVZ, andere zu Ärztehäusern, Gesundheitszentren oder kooperativen Versorgungsmodellen. Die folgenden Stimmen zeigen, welche Herausforderungen Kommunen sehen und wie sie darauf reagieren.
F.A.Q.
Darf ich als Kommune denn überhaupt etwas unternehmen? Ist das nicht Sache der Kassenärztlichen Vereinigung?
Kommunen (Landkreise, Städte, Gemeinden) haben seit 2015 das Recht, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zu gründen. Derzeit existieren bereits in zahlreichen Bundesländern erste kommunale Medizinische Versorgungszentren. Mit Stand 01/2023 gab es bundesweit 24 kommunale MVZ mit insgesamt über 54 Filialpraxen. Tendenz steigend. Die Handlungsbefugnis der Kommune ist zudem jedoch abhängig vom jeweiligen Bundesland und teilweise sogar vom Landkreis. Hier sind die Einstellungen zu einer formalen Beteiligung von Kommunen z.B. an einem MVZ noch unterschiedlich. Erfreulich ist, dass mittlerweile nahezu alle kommunal-, sozial-, wettbewerbs-, gesellschafts- und europarechtlichen Fragen durch die gelebte Praxis transparent gemacht und als geklärt betrachtet werden können. Der aktuelle Koalitionsvertrag nimmt zu dieser Entwicklung eindeutig Stellung. So heißt es darin auszugsweise: „[…]die Gründung von kommunal getragenen Medizinischen Versorgungszentren und deren Zweigpraxen erleichtern wir und bauen bürokratische Hürden ab […]“. Diese positive und unterstützende Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren bundesweit fortsetzen. Im Jahr 2030 wird es Branchenexperten zufolge rd. 100 solcher Versorgungsformen in Deutschland geben – Filialpraxen nicht mit eingeschlossen.
Wann sollte sich eine Kommune mit der Gründung eines MVZ beschäftigen?
Eine Kommune sollte frühzeitig handeln, wenn sich Praxisnachfolgen nicht abzeichnen, Ärzte altersbedingt ausscheiden oder bestehende Praxen die Versorgung nicht mehr ausreichend abdecken können. Je früher eine Kommune handelt, desto größer sind die verbleibenden Handlungsmöglichkeiten.
Muss meine Gemeinde eine bestimmte Mindestgröße haben?
Marktseitig sind erfahrungsgemäß Kommunen ab 2.500 Einwohner handlungsfähig. Wichtig sind jedoch auch die weiteren Standortfaktoren wie Einzugsgebiet, positive Einwohnerentwicklung, Gewerbeansiedlungen, Schulen und Einzelhandel. Kleinere Gemeinden haben meist jetzt schon keinen eigenen Hausarzt mehr und ihre Chancen einen eigenen Hausarzt zu bekommen, sind nahezu aussichtslos. Hier würde sich eine interkommunale Zusammenarbeit anbieten. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: „Hessens kleinste Stadt“ Schwarzenberg betreibt mit seinen (nur) rd. 1.300 Einwohnern seit 2018 erfolgreich ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum.
Wie lange dauert die Gründung eines kommunalen MVZ?
Von der ersten Prüfung bis zur Inbetriebnahme sollten in der Regel mindestens neun bis 18 Monate eingeplant werden. Die konkrete Dauer hängt insbesondere von möglichen Praxisübernahmen, der Personalgewinnung, der Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung sowie erforderlichen politischen Beschlüssen ab.
Welche Kosten und finanziellen Risiken entstehen für die Kommune?
Neben den Kosten für Gründung, Beratung und Zulassung können insbesondere Aufwendungen für Praxisübernahmen, Räume, Ausstattung, Personal und den anfänglichen Betrieb entstehen. Eine belastbare Wirtschaftlichkeits- und Liquiditätsplanung muss deshalb bereits vor dem Gründungsbeschluss vorliegen.
Welche Bürgschaft muss eine Kommune bei Gründung eines kommunalen MVZ leisten?
Die Art der Bürgschaft hängt von der Rechtsform des kommunalen MVZ ab. Wird das MVZ privatrechtlich (d.h. in Form einer GmbH, Personengesellschaften oder eG gegründet), so sind selbstschuldnerische Bürgschaften (§ 95 Abs. 2 Satz 6 SGB V) bzw. andere Sicherheitsleistungen i.S.d. § 232 BGB erforderlich. Dies entfällt, wenn eine öffentlich-rechtliche Rechtsform (Eigenbetrieb, Regiebetrieb, Kommunalunternehmen / Anstalt des öffentlichen Rechts, § 95 Abs. 1a Satz 2 SGB V) gewählt wird. Grundsätzlich ist es einer Kommune seit Inkrafttreten des GKV-VSG möglich, die erforderliche Sicherheit auch durch Bestellung einer Hypothek oder Grundschuld auf einem kommunalen Grundstück zu leisten. Allerdings treten hier teilweise kommunalrechtliche Hürden auf, die tlw. noch im Widerspruch zum Bundesrecht stehen und damit gegen Art. 72 Absatz 1 GG (Bundesrecht bricht Landesrecht) verstoßen. Zielführend ist hier eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Kommunalaufsicht.
Muss ein kommunales MVZ dauerhaft bezuschusst werden?
Ein kommunales MVZ sollte grundsätzlich mit dem Ziel aufgebaut werden, seinen laufenden Betrieb langfristig selbst zu finanzieren. In der Gründungs- und Anlaufphase (bis zu höchstens vier Jahre) ist jedoch regelmäßig eine ausreichende Finanzierung erforderlich, da Personal-, Raum- und Investitionskosten bereits entstehen, bevor sich die Einnahmen vollständig entwickeln.
Erwirtschaftet ein kleines kommunales MVZ Gewinn?
Ja. Die Frage nach der Höhe des voraussichtlichen Gewinns ist jedoch pauschal nicht zu beantworten. Das generelle Umsatzvolumen eines MVZ ist zum einen abhängig von den jeweiligen Facharztgruppen, die im MVZ vertreten sind, vom zusätzlich zum GKV-Honorarumsatz erzielten Umsatz aus Privatliquidationen (PKV, IGeL) und sonstigen erzielten Umsätzen und Honoraren.
Welche Rechtsform kommt für ein kommunales MVZ infrage?
In der Praxis wird ein kommunales MVZ häufig als GmbH gegründet. Welche Rechtsform im Einzelfall geeignet ist, hängt unter anderem von den kommunalrechtlichen, steuerlichen, organisatorischen und zulassungsrechtlichen Rahmenbedingungen ab.
Sind auch rein hausärztliche Medizinische Versorgungszentren möglich?
Seit 2015 (GKV-Versorgungsstrukturgesetz) sind sowohl facharztübergreifende als auch facharztgleiche MVZ möglich. Ein rein hausärztliches MVZ ist also erlaubt. Erste kommunale hausärztliche MVZ existieren bereits, so z.B. in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
Wie können bestehende Ärzte und Praxen eingebunden werden?
Bestehende Praxen können beispielsweise durch Praxisübernahmen, die Übertragung von Vertragsarztsitzen oder die spätere Anstellung der bisherigen Praxisinhaber eingebunden werden. Entscheidend ist, frühzeitig gemeinsam eine für beide Seiten tragfähige Übergangslösung zu entwickeln.
Wie lange darf ein KV-Sitz unbesetzt bleiben?
Durchschnittlich dauert ein Nachbesetzungsverfahren für eine Arztpraxis rd. 6 Monate. In diesem Zeitraum wird der Arztsitz in den Registern und bei den Versorgungsgraden noch als besetzt geführt. Erst nach dieser Zeit wirkt er sich auch statistisch aus. Sollte der abgebende Arzt seine Tätigkeit nach dieser Zeit nicht mehr weiterführen / wieder aufnehmen, fällt der Vertragsarztsitz an die jeweilige KV zurück. Der abgebende Arzt hat dann keine Möglichkeit mehr einen bestimmten finanziellen Ausgleich zu erhalten.
Welche Aufgaben übernimmt Dostal & Partner?
Dostal & Partner begleitet Kommunen von der Analyse der Versorgungslage und der Machbarkeitsstudie über Gründung, Finanzierung, Zulassung und Personalgewinnung bis zur Inbetriebnahme. Auf Wunsch übernehmen wir darüber hinaus auch die laufende kaufmännische Steuerung und das Management des MVZ.
